Stehle-Webalbum
Mramoraker Jubiläumskirchweih - 22. September 2012
Bändel-Klein
Dankesworte von Pfarrer Stehle für HOG-Arbeit

Liebe Landsleute!
Das heutige 60. Kirchweihfest der Mramoraker ist ja ein besonderes Geschenk Gottes, gerade für die älteren Mramoraker Landsleute, die vielleicht noch das erste „Vortreffen“ und dann das erste offizielle Treffen (im Jahr 1952) in Kornwestheim miterlebt haben.
Bald nach Kriegsende, einige Jahre danach, machten sich die aus ihrem Heimatdorf Mramorak Vertriebenen auf, um nach all dem Elend und Leid wieder einander zu sehen. Zeitzeugen von damals berichteten mir, daß der "Gründer der Kirchweihtreffen", Philipp Müller (genannt "Schwalm") schon 1948 in Linz (Oberösterreich), wo er damals im Lager wohnte, zu einem Treffen aufrief.

Über die verschiedensten Wege waren sie aus dem Land der Peiniger in die Freiheit gekommen und hatten in Österreich, in Deutschland oder gar in Übersee eine neue Heimat gefunden. Man hatte eine Wohnung und man hatte Arbeit. Noch sah man den „Flüchtlingen und Vertriebenen“ an, wer sie waren: Donauschwaben – man nannte sie „Flüchtlinge“!

Im Heimatbuch heißt es vom Anfang der Kirchweihtreffen: "Bereits 1949 kamen unsere vertriebenen Mramoraker Landsleute- in einer Gastwirtschaft, bei mitgebrachter Selbstverpflegung, mit Philipp MÜLLER - "Schwalm" - 1903/gest.1976 in Detroit-USA - zu einem Treffen zusammen. "

Er kann als der Urheber der jährlichen Zusammenkünfte zum "Mramoraker Kirchweihfest" angesehen werden. Nach seiner Auswanderung war Johann DESCHNER und Peter HENKE Motor und Organisator der Veranstaltung.
Von 1952 bis 1956 fanden unsere Kirchweihfeste in Kornwestheim statt. Den Männern, die den Wunsch der Landsleute zu einem jährlichen Kirchweih-Treffen aufnahmen, wollen wir an dieser Stelle Dank sagen.
Da noch kein Pfarrer zur Verfügung stand (Pfarrer Johannes Lang war in Ungarn), las Christian ILG dann beim 2.Treffen 1953 die "Kurzgefaßte Geschichte der Kirche" von Pfarrer SCULTETY vor.

Nach den Gründern des Mramoraker Kirchweihtreffens haben andere den Stab aufgenommen und die Arbeit im Team (HOG – Heimatortsgemeinschaft) weitergeführt.
  • Ich selber (Pfarrer Jakob Stehle) lernte vor 28 Jahren noch einige aus der alten Zeit kennen: Erich Baumung, Franz Gaubatz und unsern „Petervetter“ (Peter Henke, Kirchweihvater). Sie kamen eines Tages ins Pfarrhaus nach Steinenberg und fragten, ob ich denn, als einziger Pfarrer aus den Mramorakern und dazu noch in Mramorak geboren, nicht den Gottesdienst bei der Kirchweih halten könne. Damals war es noch Pfarrer Merkle, der nach Pfarrer Lang die Gottesdienste hielt. Und so kam mein erster Einsatz bei der Kirchweih im Jahre 1984.
    Aus diesem folgten dann viele, bis zum heutigen Tag.
  • Stellvertretend für die damaligen Mitglieder im Heimatortsausschuß möchte ich Landsmann Peter Schatz zusammen mit Peter Feiler (der leider verstorben ist) Dank sagen. Herr Schatz hat mit seinem Wissen viel für die Heimatbücher getan – wie Landsmann Feiler mit seinen Arbeiten zum Kirchenbuch einen wertvollen Dienst für unsere Geschichte geleistet hat.
  • In den letzten 20 Jahren hat ein Team unter der Leitung von Peter Zimmermann, diese Arbeit treu weitergeführt. Unter seiner Leitung sind viele Projekte zur Durchführung gekommen. Ihm sei für seinen persönlichen Einsatz und Mühe an dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön gesagt.
  • Erwähnen möchte ich aber auch das „Begrüßungs- und Kassiererteam“, das trotz hohen Alters noch immer treu diesen Dienst tut: Peter Deschner, Johann Fissler und Friedrich Hild.
  • Und ein ganz besonders wichtiger Dienst für unsere Verbundenheit ist die Herausgabe des Mramoraker Boten in der Regie unseres Landsmanns‚ Franz Apfel unterstütz von unserer verstorbenen Liselotte Kohlschreiber und ihrem Mann, sowie Herrn Bertram Doczy.
  • Und nicht vergessen sei auch der Mann, der treu die Kasse der Mramoraker verwaltet – Richard Sperzel – und seine Frau Irene Sperzel, die mit Liesel Wenzel zusammen für die Trachtengruppe verantwortlich ist. Unsere Landsmännin Wenzel-Schelck kann als unsere "Trachtenmutter" bezeichnet werden.

    Ach, Ihr Lieben, die Liste könnten wir fortsetzen von Männern und Frauen, die unserer Sache gedient haben. Auch wenn ich jetzt ihre Namen nicht alle auflisten kann, so sollen sie wissen, daß wir Jüngeren ihnen für ihre Arbeit Dank schuldig sind.
Deshalb kann ich heute, an diesem Jubiläumsfest, immer nur sagen: DANKE!

HELF GOTT auch weiterhin!
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